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Gartenteich

Hamburg (ots) -

Wasser zieht Kinder magisch an. An Planschbecken, Gartenteich oder Regentonne können die kleinen Wasserratten herrlich spielen und spritzen. Allerdings kann selbst flaches Wasser zur Falle werden, gerade für kleine Kinder, die ihren Kopf noch nicht selbständig heben können. Wie man seinen Garten kindersicher macht, dazu Susanne Woelk von der Aktion DAS SICHERE HAUS:

O-Ton  19 sec

„Man sollte sich darüber bewusst sein, dass schon eine seichte Vogeltränke für Kinder gefährlich sein kann, denn schon in ein paar Zentimetern Wassertiefe können Kinder ertrinken. Deswegen müssen Kinder in dem Moment wo Wasser im Garten ist ständig beaufsichtigt werden. Auch wenn ich in meiner Nachbarschaft Kinder habe, dann sollte ich mir überlegen: Mensch, kann ich meinen Gartenteich noch ein bisschen sicherer machen.“

Planschbecken und Gartenteich können so gesichert werden, dass die Unfallgefahr deutlich sinkt. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten:

O-Ton  25 sec

 „Beim Planschbecken ist es wichtig, dass man das – sobald die Kinder da raus sind – das Planschbecken möglichst leert, dass kein Wasser drin ist. Wichtig ist auch, dass man das Planschbecken immer beobachtet, wenn man jetzt mit mehreren Familien zusammen ist, dass ein Erwachsener sich dafür zuständig erklärt, dass er das Planschbecken im Auge hat. Wenn Sie einen Gartenteich haben, kann es schon helfen, wenn Sie eine Baustahlmatte zum Beispiel unterhalb der Wasseroberfläche befestigen. Da werden die Kinder zwar nass, wenn sie ins Wasser fallen, aber sie ertrinken eben nicht.“

Auch Tore und Durchgänge zum Grundstück sollten so gesichert sein, dass Kinder aus der Nachbarschaft nicht unbeaufsichtigt zum Wasser kommen. Anderenfalls muss man eventuell für Schadensfälle haften, sagt Katrin Rüter de Escobar vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft:

O-Ton  21 sec

 „Der Eigentümer eines Grundstücks oder auch der Mieter, der dort wohnt, hat eine so genannte „Verkehrssicherungspflicht“ auch auf seinem Grundstück. Das bedeutet, er muss dafür sorgen, dass dort niemand zu Schaden kommen kann. Das bedeutet gegebenenfalls, dass er seinen Swimmingpool auch absichert, wenn die Gefahr besteht, dass Kinder aufs Grundstück kommen und dort eventuell hineinfallen.“

Außerdem brauchen Haus- und Gartenbesitzer ausreichenden Haftpflichtschutz, so die Versicherungs-Expertin. Fazit: Wer im eigenen Garten noch ein ungesichertes Planschbecken hat: Bitte unbedingt einzäunen, bevor ein Kind zu Schaden kommt. Und wenn der Nachbar zum Beispiel seine Regentonne nicht vernünftig abdeckt – sprechen Sie ihn doch einfach mal an! Vielleicht weiß er gar nicht, wie gefährlich das für Kinder sein kann und freut sich über den Hinweis.

Kontakt:
Katrin Rüter de Escobar, GDV, Tel: 030 / 2020 5183, k.rueter @ gdv.org
Dr. Susanne Woelk, Aktion DAS SICHERE HAUS, Tel.: 040 / 29 81 04 62,
s.woelk @ das-sichere-haus.de

Download:

Gefährliches Wasser

Gefährliches_Wasser.doc